Zahnpflege beim Hund – wir zeigen wie es richtig geht!

Nicht nur der Mensch muss seine Zähne pflegen, auch Zahnpflege beim Hund ist wichtig. Dennoch wird diese beim Hund regelmäßig vernachlässigt. Dies verursacht gesundheitliche Probleme und Schmerzen für den Hund, die vermeidbar wären. Warum die Zahnpflege beim Hund wichtig ist und wie du ihm helfen kannst, dass sein Gebiss über viele Jahre gesund bleibt, erfährst du hier.

Zahnpflege beim Hund! Wieso ist sie in den letzten Jahren wichtiger geworden?

 
Betrachtest du die Ernährung unserer Hunde über einen Zeitraum mehrerer Jahrhunderte, wirst du feststellen, dass sie sich gravierend verändert hat.
Hunde sind Raubtiere und ernährten sich von Beutetieren. Von den erjagten Beutetieren fraß und frisst der Hund fast alles. Fell, Knochen, Innereien und Muskelfleisch wurden vom Hund in ihrer ursprünglichen Form aufgenommen.
 
Neben den notwendigen Nährstoffen, die dem Hund zum Beispiel mit dem Pansen in gut aufgeschlossener und verwertbarer Form bei einem Beutetier vorliegen, helfen und halfen Knochen, Knorpel und Fell dem Hund, sein Gebiss von Ablagerungen zu befreien.
 
Diese Ablagerungen in Form von Plaque werden mit unseren heutigen Futtermitteln nicht mehr ausreichend vom Hundegebiss entfernt. Als Folge hat auch der Hund mit Karies, Zahnstein und Zahnfleischproblemen zu kämpfen.
 
Hartes Trockenfutter ist für die Entfernung der Beläge nicht geeignet, da es durch viele Zusatzstoffe einen schlechten pH-Wert im Hundemaul auslöst. Hinzu kommt, dass in vielen kommerziellen Futtersorten viel Zucker und Stärke verarbeitet wird. Beides Zutaten, die in einem Beutetier, wenn überhaupt, in einem sehr geringen Maß vorhanden sind.
 
Und genau diese Bestandteile zählen neben der Konsistenz unserer gängigen Futtermitteln zu denen, die bei einem Hund genauso Probleme verursachen, wie beim Menschen.

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Was passiert, wenn die Zahnpflege beim Hund vernachlässigt wird?

 
Als Raubtiere haben Hunde einen ausgesprochen starken Überlebenswillen. Zu diesem Willen gehört, dass Hunde ihre Schmerzen, wenn irgend möglich, nicht zeigen. Das Tier, das in der Wildnis Schmerz zeigt, wird zur Beute.
Vergisst du die regelmäßige Kontrolle und die Zahnpflege beim Hund, kann es dir passieren, dass du über einen langen Zeitraum nicht mitbekommst, dass dein Vierbeiner Probleme mit den Zähnen hat. Schmerzen, Entzündungen und eine aufwendige Zahnbehandlung beim Hund können durch die Zahnpflege verhindert werden.
Ist das Gebiss deines Hundes durch Zahnstein und Karies geschädigt, wird er irgendwann nicht mehr vernünftig fressen.
 
Entzündungen, die übersehen werden und die tief bis in die Zahnwurzel und den Kieferbereich dringen, schlagen sich im schlechtesten Fall auf andere Organe nieder. Herzschädigungen, Nierenschäden und weitere Organschäden können Spätfolgen von unbehandelten Zahnproblemen beim Hund sein.
Ein Hund der Schmerzen hat, wird versuchen, diese zu vertuschen. Gelingt ihm dies nicht, kann ein ansonsten sanftmütiger Vierbeiner, zu einem beißenden Kläffer werden.
Pflegst du die Zähne deines Hundes nicht, fallen dir Verletzungen, wie Risse in den Zähnen und Brüche der Zähne nicht auf. Besonders bei jungen Hunden kommt es durch das falsche Spielzeug und durch das Toben häufiger zu solchen Verletzungsmustern.
 
Zahnpflege beim Hund
Wenn Du die Zähne Deines Lieblings nicht regelmäßig pflegst, kann dies teuer werden. Erspare Deinem Liebling eine Narkose durch regelmäßige Pflege!

Bildnachweis: depositphotos.com Dental care for pets @ ivonnewierink

 

Ein Hinweis zu falschem Spielzeug

Ein junger Terrier liebte es, einen Basketball mit seinem Fang wild durch die Gegend zu schieben. Die Zahnpflege beim Hund wurde vernachlässigt und eine Kontrolle der Zähne erfolgt einmal im Jahr. Als der Terrier dann 1, 5 Jahre alt wurde und die nächste Impfung anstand, wurden die Zähne routinemäßig mit kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass die unteren Eckzähne so weit abgeschliffen waren, dass der Tierarzt mit einem passenden Instrument bis in die Zahnhöhle vordringen konnte. Beide Zähne mussten zu einem späteren Zeitpunkt entfernt werden.
Neben der fehlenden Zahnpflege beim Hund, war hier die raue Oberfläche des Basketballs für den Zahnschaden verantwortlich. Hätten die Halter sich die Mühe gemacht, dem Hund die Zähne zu pflegen, hätte man die Schwere des Schadens minimieren können.
 
Ist dein Hund ein Zuchthund und stellst du das Problem zu spät fest, kann der Tierarzt in der Folge nicht mehr bestätigen, dass ein Zahn vorhanden und intakt war. Unter Umständen fällt dein Zuchttier aus der Zucht raus.
 

Was du als Hundehalter machen kannst, wenn es zu Zahnproblemen bei deinem Hund gekommen ist

 
Hat dein Hund schon Zahnprobleme, ist die erste Anlaufstelle dein Tierarzt. Entzündungen, Zahnfleischblutungen und Zahnstein müssen möglichst frühzeitig behandelt werden. Auf diese Weise verhinderst du zum Beispiel, dass die Entzündung auf andere Organe deines Hundes übergreifen und der Hund Schmerzen bekommt.
Ist die Gebissschädigung sehr weit fortgeschritten, wird dich dein Tierarzt an einen Facharzt für Tierzahnheilkunde übermitteln. Mit den heutigen Mitteln bekommen diese Fachärzte das Problem gut in den Griff. Hohe Kosten lassen sich hierbei in vielen Fällen leider nicht vermeiden.
Neigt dein Tier zu vermehrter Zahnsteinbildung, wird der Tierarzt diesen regelmäßig entfernen.
 

Zahnpflege beim Hund: Zahnprobleme vermeiden

 
Dein Hund muss die Möglichkeit bekommen, sich von den Ablagerungen am Zahn zu befreien. Am besten erreichst du das, indem du deinem Hund regelmäßig hartes Futter, (gibt es auch speziell für die Zahnreinigung) und Knochen anbietest. Verträgt dein Hund keine Rinderknochen, gibt es spezielle Kauknochen zu kaufen, die für die Zahnpflege bei deinem Hund geeignet sind. Falls du diese Kauknochen gibst, solltest du sie in die tägliche Futterration einberechnen. Ein zu viel von beidem gleichzeitig, kann zu Übergewicht und Überversorgung mit einigen Nährstoffen führen.
 
Verzichte beim Futter auf Zucker. Ein hochwertiges Hundefutter ist zuckerfrei. Zucker ist auch in vielen Leckerchen enthalten, die du auf die Schnelle als Belohnung für deinen Hund nutzt. Auch hier gilt: Lieber ein paar Cent mehr ausgeben und auf Belohnung durch Streicheleinheiten und Spiele setzen. Kekse und Lebensmittel vom Küchentisch sind kein Futter für deinen Hund. Dass Schokolade, Weintrauben und Co. tödlich für deinen Hund sein können, ist dir sicherlich bekannt. Zudem enthalten diese Dinge zahnschädlichen Zucker im Übermaß.
 
 
 
Bring deinem Welpen früh bei, dass er sich von dir in das Maul gucken lässt. Durch dieses Medical Training erkennst du schnell, ob sich Ablagerungen bilden und ob Zahnprobleme vorhanden sind.
Zahnpflege beim Hund - ein Mal lächeln bitte!
Wenn Du die Zähne Deines Hundes regelmäßig pflegst, wird es Deinem Hund helfen.

Bildnachweis: depositphotos.com Dog Teeth @ fotovincek

 

Zahnpflege beim Hund: Zähne putzen

 
Zur Zahnpflege beim Hund gehört auch das regelmäßige Zähneputzen. Es gibt spezielle Hundezahnpasten, die von den Vierbeinern akzeptiert werden. Zweimal die Woche putzen ist Pflicht. Das tägliche Putzen ist optimal. Gewöhnt man den Hund als Welpe an die Zahnbürste, wird man später keine Probleme bekommen.
Beim Putzen muss der Fang nicht weit aufgerissen sein. Schiebe die Zahnbürste vorsichtig an den Lefzen vorbei und putz die Zahnaußenflächen mit sanften Bewegungen. Putz deinem Hund die Zähne nie mit Gewalt.
 
 
Hat der Hund schon Zahnprobleme, kannst du erst mit der Zahnpflege beim Hund anfangen, falls diese Probleme behoben sind. Es macht keinen Sinn, ohnehin schon schmerzende Zähne mit der Zahnbürste weiter zu reizen. Der Hund wird in einem solchen Fall die Bürste mit den Schmerzen in Verbindung bringen und in Zukunft jedweden weiteren Putzversuch verhindern.
Für ältere Hunde, die keine Bürste akzeptieren, gibt es haftende Zahncreme. Diese wird auf die Lefzeninnenseiten aufgetragen. Nun kannst du vorsichtig von außen über die Zähne reiben. Der Zahnbelag wird gelöst.
 
Spielt dein Hund gerne und kaut auf Dingen rum, ist zahngerechtes Spielzeug eine zusätzliche Möglichkeit, die Zahnpflege beim Hund durchzuführen. Dieses Kauspielzeug hilft beim Abreiben der Beläge und kann teilweise mit Beschäftigungsfutter gefüllt werden.
 

Futterzusätze zur Verbesserung der Maulflora

 
Mit Zusätzen, die man in Futter und Wasser gibt, wird die Mundgesundheit des Hundes gestärkt. Erhöhst du die Anzahl spezieller Enzyme im Futter oder im Wasser, sorgen diese für eine bessere Mundflora und mögliche Zahnbeläge werden besser vermieden.
 

Zahnpflege beim Hund mit einer elektrischen Zahnbürste?

 
Die Auswahl diverser Hundezahnbürsten ist groß. Es gibt Modelle, die du dir über den Finger stülpen kannst und Modelle, die ähnlich aussehen wie Zahnbürsten für Menschen.
Die Fingerzahnbürsten müssen gut auf deinen Finger passen. Rutschen sie in das Maul des Tieres hinein, ist das Verschlucken möglich.
Nutzt du eine Zahnbürste mit Borsten, sollten diese weich sein. Eine doppelköpfige Zahnbürste, mit zwei unterschiedlich großen Köpfen erleichtert dir die Zahnpflege beim Hund. Mit dem großen Kopf lassen sich zügig breite Flächen reinigen. Mit der kleinen kommst du an schwer zu reinigende Stellen ran.
 

Emmi-Pet Ultraschallbürste

Eine besondere Hilfe stellen elektrische Zahnbürsten für Hunde dar. Die Emmi-Pet Basis Kit ist eine Ultraschallbürste für den Hund, die keinerlei Vibrationen erzeugt. Bei dieser Zahnbürste mutest du deinem Hund keine Bürstbewegungen zu. Sie reinigt die Hundezähne und das Zahnfleisch durch Luftschwingungen gründlich und sanft. Hat der Hund schon Probleme mit den Zähnen, wird er diese Zahnbürste nach einer langsamen Eingewöhnung in den meisten Fällen akzeptieren.
Ist dein Hund der Meinung, er müsste auf dem Bürstenkopf herumbeißen und löst sich dieser bei einer solchen Kauattacke vom Handteil, schaltet das Gerät sofort ab.

Emmi Pet Ultraschallbürste für Hunde

 

Fazit der Zahnpflege beim Hund

 
Hunde benötigen regelmäßige Zahnpflege um ihre Zähne in Ordnung zu halten. Ohne Entzündungen und Zahnstein lebt es sich auch für unsere vierbeinigen Begleiter leichter. Wenn du deinen Hund in jungen Jahren an die Zahnbürste gewöhnst, wird er sie schnell akzeptieren.
Hochwertiges Hundefutter, spezielle Zusätze für Wasser und Futter, sowie angepasstes Spielzeug helfen die bei der Zahnpflege deines Hundes.
Erscheinen dir die Preise mancher Hilfsmittel zu hoch, solltest du nachrechnen, wie viel Geld du im Laufe des Hundelebens sparst, indem dein Tierarzt den Hund nicht in Narkose legen muss, um den Zahnstein und die Zahnprobleme deines Hundes zu behandeln.
Vorbeugung ist auch in der Zahnpflege beim Hund besser und günstiger als Heilen.
Gesunde Zähne helfen dem Hund auf seinem Weg in ein langes Leben.

2 Gedanken zu “Zahnpflege beim Hund – wir zeigen wie es richtig geht!”

  1. Ich habe bereits versucht, die Zähne meines Hundes zu putzen, aber es gefiel ihm überhaupt nicht. Ich gebe ihm spezielle Kausticks für seine Zähne. Aber ich weiß nicht, ob das genug ist, damit er seine Zähne gesund hält.

    • Lieber Herr Brandt, das Zähne putzen sollte ganz langsam aufgebaut werden, damit sich der Hund ans Zähne putzen gewöhnen kann. Hier sollte man niemals gleich beim ersten Mal “los legen”. Die Zahnqualität der Hunde unterscheidet sich wie beim Menschen: Manche haben von Natur aus bessere und manche sind anfälliger. Man kann – genauso wie bei uns – schon durch gutes Futter vieles vorbeugen. Dennoch empfehlen wir zusätzlich das Zähne putzen. Achten Sie bitte bei den Kausticks auf die Zusammensetzung. Es sollten keine Lockstoffe oder ähnliches enthalten sein. Viele Grüße, Ihr Team von https://orthopaedisches-hundebett-24.de

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