Urlaub mit Hund – Lese hier die ultimative Checkliste!

Bei mehr als 50 Prozent der Hundehalter gehört der Hund zur Familie. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Menschen, die einen Hund besitzen, den Urlaub mit Hund zu verbringen. Um dieses Unterfangen möglichst problemlos für deinen Hund und dich umzusetzen, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Was du vor Reiseantritt mit deinem Hund, während der Reise und am Urlaubsort beherzigen solltest, erfährst du hier.

Urlaub mit Hund – Grundsätzliches

Hunde sind Rudeltiere und halten sich gerne in der Nähe ihrer Menschen auf. Warum den Hund nicht einfach mit in den Urlaub nehmen? So leicht, wie sich das anhört, ist es in bestimmten Fällen bedauerlicherweise nicht.

Urlaubsort im Allgemeinen

Die Entscheidung für den Urlaubsort kann nicht ausschließlich auf deine Bedürfnisse zugeschnitten werden. Du bist anpassungsfähiger als dein Hund, und wenn dein Hund mit in den Urlaub soll, musst du zuerst an seine Bedürfnisse denken, um für euch alle eine Erholung und Entspannung zu erreichen.
Klima und Art des Urlaubs spielen eine große Rolle.

Wie stellst du dir deinen Urlaub mit dem Hund vor? Planst du, dich die meiste Zeit in Museen, Theatern und bei anderen kulturellen Veranstaltungen aufzuhalten? Sorry, aber dann ist der beste Platz für deinen Hund zuhause oder in einer Tierpension.

Gesundheit Deines Hundes

Ist dein Hund fit für die Reise? Oder hat er schon bei kurzen Fahrten im Auto und in der Bahn Schwierigkeiten? Spezielle Impfungen in die gewünschten Reiseländer, Krankheiten die der Hund hat, und die Frage, wo du das Futter für deinen Vierbeiner herbekommst müssen vorab geklärt sein. Der Tierarzt ist für Reiseübelkeit und die notwendigen Impfungen der passende Ansprechpartner. Gültige Impfungen, Heimtierausweise und Reiseunterlagen, die der Hund benötigt, müssen vor Antritt der Fahrt besorgt werden.
Gibt es im Notfall die Möglichkeit der medizinischen Versorgung für deinen besten Freund und wie wird die Versorgung bezahlt?

Transportmittel

Bei der Wahl der Transportmittel hast du die Möglichkeit, mit deinem Hund per Auto, Bahn, Schiff, Flugzeug und selbstverständlich via Fahrrad und zu Fuß zu verreisen.
Jedes dieser Transportmittel hat seine Vorteile und Nachteile, auf die wir im Folgenden näher eingehen werden.

Unterkunft

Unterschiedliche Einreisebestimmungen ins Ausland, und bei einigen Reiseländern besondere Einreisebedingungen nach Deutschland zurück, müssen beachtet werden.
Am Urlaubsort angekommen unterscheiden sich unter Umständen die Vorschriften zu Maulkorbpflicht, Leinenpflicht und Aufenthaltsort deines Hundes. Für jedes Land und für jede Region in dem Land können sich die gesetzlichen Vorgaben unterschiedlich sein.
Nachdem jetzt die entscheidenden Dinge erwähnt sind, geht es ins Eingemachte.

Urlaub mit Hund – Diese Dinge müssen bedacht werden

Das Reiseziel

Das Reiseziel, zu dem Du deinen Hund in den Urlaub mitnehmen kannst, wird unter anderem von den klimatischen Bedingungen und der Konstitution deines Vierbeiners vorgegeben.
Herrschen in deinem Wahlurlaubsland Klimaextreme, wie zum Beispiel heiße, feuchte Zeiten und kalte Zeiten, musst du genauesten abwägen, ob die Klimazone oder die gewählte Jahreszeit für deinen Hund die passende Wahl ist.

Klimaextreme

Ein Husky und Hunde mit langhaarigem, dichten Fall, fühlen sich in extrem warmen Gegenden nicht wohl. Für diese Rassen kann ein Urlaubort, an dem regelmäßig Temperaturen über 25 Grad erreicht werden, ungeeignet sein.Die Hunde kühlen sich durch Hecheln ab. Bei hohen Temperaturen und zusätzlich hoher Luftfeuchtigkeit funktioniert dieser Mechanismus nicht ausreichend. Der Urlaub wird für den Hund zur Qual.

Kleine Hunde und Hunde mit dünnem, kurzen Fell sind nicht unbedingt für den Tiefschnee und eisige, bergige Regionen geeignet. Ok, du kannst diese Hunde kurzfristig mit Mäntelchen und Schuhen versorgen. Ob das Laufen im tiefen Schnee den Hunden eine große Freude macht, zeigt dir dein Hund.
Auch das Kraxeln in den Bergen kann für kurzläufige und alte Hunde zum Problem werden.

Mit Hund in den Urlaub
Bildnachweis: Depositphotos.com Woman hugging dog on vacation travel @ Dirima

Da du deinen Hund am besten kennst, wirst du erkennen, ob ein Urlaubsziel geeignet oder ungeeignet für deinen Hund ist.

Urlaub mit Hund – Einreisebestimmungen

Andere Länder, andere Sitten

Gesundheitliche Einreisebestimmungen

Jedes Land hat für Hunde andere Einreisebestimmungen. In manchen Ländern gelten bestimmte Fristen, in denen die notwendigen Impfungen und eventuelle Antikörperuntersuchungen gemacht werden müssen. Fehlen diese Nachweise und stimmen die Zeiten nicht, darf der Hund nicht Einreisen.
Die Einreisebedingungen erfährst du unter anderem auf den Seiten der jeweiligen Konsulate.
Die Einreise und Rückreise in und aus den EU-Staaten gestaltet sich noch am einfachsten, sollten aber auch vor Einreise frühzeitig geprüft werden.

Willst du deinen Hund außerhalb der EU mit auf die Reise nehmen, solltest du dir zeitgleich die Einreisebestimmungen von deinem Urlaubsland nach Deutschland durchlesen. Im ungünstigsten Fall kann es dir sonst passieren, dass du deinen Hund an der Grenze in Quarantäne geben musst.

Eigenheiten der Länder

Neben den Einreisebedingungen in das gewünschte Urlaubsland haben die Regionen, in dem bevorzugten Reiseland, spezielle Bedingungen, die du erfüllen musst, um deinen Hund mit in den Urlaub zu nehmen.

In die Schweiz dürfen zum Beispiel keine kupierten Hunde mitgebracht werden. Ein paar Regionen und Länder verbieten die Einreise bestimmter Rassen und ihrer Mischungen. Maulkorbpflicht und Leinenpflicht sind häufig. Das Betreten bestimmter öffentlicher Plätze mit Hund ist nicht gestattet.
Solche Dinge und andere Vorschriften können dich und deinen Hund treffen und euch den Urlaub kosten.

Frage unbedingt vor Buchung deiner Reise, wie Einreise und Aufenthalt im Urlaubsort geregelt werden und was du zu beachten hast, um vor teuren und unliebsamen Überraschungen sicher zu sein.

Haftpflichtversicherung für Urlaub mit dem Hund

Hast du noch keine Hundehaftpflichtversicherung für deinen Hund, ist jetzt der geeignete Zeitpunkt eine solche abzuschließen.
Die Hundehaftpflicht gehört prinzipiell zu einem Hund und seinem Halter, sonst kann es richtig Geld kosten, falls durch deinen Hund ein Unfall passiert und Menschen oder Dinge zu Schaden kommen.
Erkundige dich bei deiner Versicherung, ob Schäden um Ausland, die der Hund verursacht, abgedeckt sind. Ist dies nicht der Fall, schließe für die Dauer deines Aufenthaltes dort eine Zusatzversicherung ab, die die Schäden abdeckt.

Mit dem Hund in den Urlaub fahren! Wie kommt ihr ans Ziel?

Das Auto

Der einfachste Weg, mit dem Hund in den Urlaub zu kommen, ist das Auto. Im Auto hast du die Option, eigenständig zu bestimmen, wann ihr startet, wie lange ihr fahrt und wie viel Pausen ihr einplant. Mitreisende werden sich nicht über den Hund beschweren.
Als leichteste Variante des Transportes musst du auch im Auto Bestimmungen erfüllen. Hunde müssen gesichert mitgeführt werden. Im Einzelnen bedeutet dies, dass du entweder eine passende Transportbox, eine Gurtsicherung oder ein Trenngitter im Auto haben musst. Ist dies nicht der Fall, werden Bußgelder in diversen Höhen fällig.

Dein Hund sollte die Autofahrt vertragen und langsam daran gewöhnt werden.
Wird der Hund reisekrank, musst du durch geeignete Medikamente, mehr Pausen und den Verzicht oder die Reduktion von Futter vor der Abfahrt Abhilfe schaffen.

Die Bahn

Bei der Bahn ist die Mitnahme eines Hundes klar geregelt. Kleine Hunde dürfen in einer Transportkiste als Handgepäck mitgeführt werden. Für diese Hunde musst du nicht zusätzlich bezahlen. Während der Zugfahrt darf dein Hund die Box auf keinen Fall verlassen.

Größere Hunde benötigen während der gesamten Fahrt einen Beißkorb, müssen angeleint bleiben und zahlen in der Regel den Kinderpreis oder den angepassten Preis für Hunde.
Lange Bahnfahrten müssen mit ausreichenden Gelegenheiten eingeplant werden, bei denen sich der Hund lösen kann. Mal eben 8 Stunden durchfahren ist Tierquälerei.

Das Schiff

Nicht auf jedem Schiff sind Hunde erlaubt. Sollten Sie erlaubt sein, ist auch hier häufig eine Box oder ein Beißkorb Pflicht. Erkundige dich bei dem jeweiligen Veranstalter, ob und wie die Mitnahme geregelt ist.

Außerdem ist das Lösen auf längeren Schifffahrten schwierig. Einige Hunde haben damit ein Problem und wollen sich auf den dafür vorgesehenen Flächen nicht lösen. Sollte dein Hund hier auch sensibel sein, überdenke eine längere Fahrt mit dem Schiff oder einer Fährte.

Das Flugzeug

Das Flugzeug bedeutet für die meisten Hunde Stress pur. Während in Einzelfällen ein kleiner Hund in einer Box im Personenbereich als Handgepäck mitgenommen werden darf, wird der Hund in den überwiegenden Fällen in einer Transportbox im Gepäckraum transportiert.
Die Klimatisierung und der Druck im Gepäckbereich unterscheiden sich deutlich vom Personenbereich und können zu gesundheitlichen Schwierigkeiten bei alten und kranken Hunden führen. Die Umgebung und den Lärm ohne seinen Hundehalter zu ertragen ist für den Hund grausam. Kannst du eine Flugreise vermeiden, ist es ratsam, auf diese Transportmöglichkeit zu verzichten.

Radfahren und Wandern

Enthusiasten und sportliche Personen fahren mit dem Rad in den Urlaub oder wandern eine bestimmte Strecke.
Willst du deinen Hund mit dem Fahrrad mitnehmen, solltest du einen Hundeanhänger besorgen. Selbst gut trainierte Hunde benötigen eine ausreichende Unterbrechung von der Lauferei oder das Gelände und Wetter sind für Hundepfoten nicht geeignet.

Abhängig von der Hundegröße, der Kondition und dem allgemeinen Gesundheitszustand, kann man gut mit Hunden über längere Strecken wandern. Sonnenschutz, Pfotenschutz, ausreichende Wasserversorgung und Pausen sind eine Voraussetzung.

Frau läuft mit zwei Hunden am Strand
Bildnachweis: Depositphotos.com Running on the beach @ cynoclub

Deine Unterkunft, wenn dein Hund mit in den Urlaub fährt!

Nicht jede Unterkunft lässt Hunde zu. Frag an deiner Wunschunterkunft nach, ob der Hund mit dir fahren darf oder nicht. Manche Vermieter und Reiseveranstalter machen die Mitnahme eines Hundes auf das Zimmer oder in die Ferienwohnung von der Größe des Vierbeiners abhängig. Einige berechnen zusätzliche Kosten.

Soll dein Hund mit in den Urlaub, ist eine Ferienwohnung im Zweifel einfacher zu buchen als ein Hotelzimmer. Zudem habt ihr dort mehr Freiheiten und weniger Probleme mit den Nachbarn.
Willst du auf einen Campingplatz frage, ob und unter welchen Voraussetzungen ihr dort wohnen dürft. Dort wo Hunde erlaubt sind, wird in der Regel ein Zuschlag erhoben und es gibt spezielle Hundewiesen, die ihr Nutzen könnt.

Der Urlaub mit Hund ist gebucht? Was jetzt?

Der Tierarzt

Vor Reiseantritt steht mit deinem Hund ein Besuch beim Tierarzt an. Die notwendigen Impfungen und Untersuchungen, die deine Reiseregion vorgibt, müssen vorhanden sein. Atteste, falls benötigt, müssen vor Reiseantritt vorliegen.
Sprich mit dem Tierarzt über zusätzliche Impfungen. In der Schweiz gibt es zum Beispiel einen anderen Leptospirenstamm als in Deutschland. Er muss gesondert geimpft werden.

Medikamente

Parasiten, wie Zecken, Stechfliegen und Mücken in südlichen Ländern können Krankheiten wie Leishmaniose, Babesiose und weitere Krankheiten übertragen. Was erforderlich ist, um dieses Risiko für deinen Hund zu minimieren, kann dir der Tierarzt mitteilen. Spot on und bestimmte Medikamente sind eine gute Lösung für das Problem.
Benötigt dein Hund regelmäßig bestimmte Medikamente, nimm einen ausreichenden Vorrat mit. Es ist ratsam, sich die Medikamentengabe vom Tierarzt attestieren zu lassen. Ansonsten könntest du bei der Einfuhr ins Ausland und zurück nach Deutschland Schwierigkeiten bekommen. Ein paar Dinge dürfen laut Arzneimittelgesetz nur in notwendigen Mengen mitgeführt werden.

Die Reiseapotheke für den Urlaub mit Hund

Stell dir eine Reiseapotheke mit den wichtigsten Mitteln für unterwegs und im Urlaub zusammen.

Auf jeden Fall solltest Du folgende Dinge einpacken:

  • Desinfizierende Sprays
  • Zeckenzangen
  • Verbandsmaterial
  • Hundeschuhe
  • eventuelle Medikamente bei Reisekrankheit

Urlaub mit Hund – ich packe in meinen Koffer

Decken, Körbchen und Hundebox

Um deinem Hund den Aufenthalt am fremden Urlaubsort angenehm zu gestalten, gehört seine Hundedecke mit in euer Gepäck. Sind Körbchen, Hundebox und Decke neu, gib ihm ausreichend Zeit, sich an die Dinge und ihre Verwendung zu gewöhnen. Besser ist es, wenn die Gegenstände bereits den gewohnten Geruch haben.
Decken und eigene Bettwäsche können auf das Inventar gelegt werden und ersparen euch unter Umständen teure zusätzliche Reinigungskosten.

Beißkörbe und Leinen

Den Hund in einem fremden Land frei laufen zu lassen ist oftmals nicht erlaubt und kann abhängig vom Land unschöne Begegnungen mit verwilderten Hunden mit sich bringen. Nimm eine lange Laufleine mit, um für solche Eventualitäten gerüstet zu sein.
Der Beißkorb, an den du deinen vierbeinigen Freund vorab gewöhnt haben solltest, gehört ins Gepäck. In einigen Ländern darf der Hund ohne Beißkorb nicht ausgeführt werden.

Futter

Benötigt dein Hund eine spezielle Diät, musst du ausreichend Futter einpacken. Hat dein Hund einen unempfindlichen Magen und verträgt alles, reicht es, wenn du für die ersten Tage euer Futter einpackst und unter das neues Futter mischt.
Willst du von Beginn der Reise an vermeiden, dass der Hund Probleme mit dem Futter bekommen könnte, pack das gewohnte Futter ein.

Außerdem ist es von Vorteil, Schonkost für den Fall der Fälle einpacken. Eine gute Lösung findest Du hier.

Wasser

Für die Reise zum Urlaubsort und auch im Urlaubsort solltest du eine oder mehrere Flaschen mitnehmen, die du mit Wasser füllen kannst. Abgesehen davon, dass es eine Unart ist, seinen Hund aus Pfützen saufen zu lassen, ist verunreinigtes Pfützenwasser in südlichen Regionen nicht selten die Ursache für Leishmaniose und mehr.

Gleiches gilt selbstverständlich auch für Länder, aus denen auch wir Menschen kein Wasser aus der Leitung trinken sollten.

Handtücher, Pfotenschutz und Mäntelchen

Alte Handtücher schützen eure Unterkunft vor dreckigen Pfoten und nassen Hundespuren.
In kalten Gebieten, in denen Schnee und Frost liegen, schaffen wärmende Klamotten Schutz gegen die Witterung. Pfotenschutz ist in Schnee und Eis, aber auch bei bergigem Schottergelände und heißen Böden ratsam.

Lieblingsspielzeug

Fährt der Hund mit in den Urlaub, nimm sein Lieblingsspielzeug mit. Es wird ihn freuen und er fühlt sich schneller zuhause.

Fazit: Urlaub mit Hund

Wie Du siehst, steht und fällt alles im Urlaub mit Deinem Hund mit einer guten Vorbereitung. Hast Du alle Eventualitäten geklärt und Dich gut vorbereitet, so kannst Du entspannt mit Deinem Liebling in den Urlaub fahren. Wir wünschen Dir einen schönen Urlaub.

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