Hundetreppe – Die Hilfe im Hundealltag

Hundetreppe – Die Hilfe im Hundealltag
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Ein Chihuahua auf einer Hundetreppe

Während nahezu jeder Halter die Hunderampe kennt, weiß kaum einer um die Existenz des kleinen Bruders der Einstiegshilfe. Dabei stellt eine Hundetreppe eine gute Hilfe für den Haushalt dar – gemacht für einen jeden Vierbeiner, der Höhenunterschiede nicht springend überwinden kann (oder darf).

Wozu benötigt man eigentlich eine Hundetreppe?

Wenn Du einen kleineren Hund, wie beispielsweise einen Chihuahua oder einen Dackel besitzt, wirst Du Dich sicher schon nach Möglichkeiten erkundigt haben, wie Dein Hund selbstständig auf das Sofa oder den Sessel hinauf kommen kann. Für so etwas ist eine Hundetreppe ein geeignetes Möbelstück, um Deinem Hund zu mehr Eigenständigkeit zu verhelfen.

Neben der eindeutigen Stütze für Hunde mit kurzen Beinen, soll eine Hundetreppe aber auch dazu dienen, den Bewegungsapparat sämtlicher Hunderassen zu schonen und dadurch Gelenkerkrankungen, wie Arthrose, vorzubeugen. Sobald Hunde von einer solchen Krankheit betroffen sind, fällt es ihnen zunehmend schwerer, Höhenunterschiede zu überwinden.

Auch dafür ist eine Hundetreppe im Haushalt die geeignete Wahl. Ältere Hunde profitieren ebenso, wenngleich es Ihnen dennoch schwer fällt auch Treppen hinauf zu steigen, ist es immer noch leichter für Sie, die breiten Treppenstufen zu meistern, als den Höhenunterschied springend zu überwinden.

Zu guter Letzt, sollten auch Welpen in den Genuss einer Hundetreppe kommen dürfen – vor allem im ersten halben Jahr. Da sich sowohl Knochen, als auch die Muskulatur, erst im Laufe des ersten Lebensjahres komplett ausbilden, sollten in dieser Zeit höhere Belastungen durch Sprünge vermieden werden. Zudem schützt es natürlich auch Deine Rückenmuskulatur, da Du Deinen Hund nicht ständig hoch und runter heben musst.

Vorteile einer Hundetreppe im Überblick

  • Hilfe beim Einsteigen und Aussteigen aus dem Auto
  • schont den Bewegungsapparat
  • beugt Verletzungen vor
  • ideal für alte Hunde, Welpen, kranke Hunde und schwere Hunde
  • entlastet den Halter
  • Hund kann sich eigenständiger bewegen

Welchen Krankheiten kann eine Hundetreppe vorbeugen?

Da eine Hundetreppe den Bewegungsapparat und damit natürlich die Gelenke und Knochen Deines Hundes entlasten soll, trägt sie dazu bei, dass Deinem Hund eine degenerative Knochenkrankheit längerfristig erspart bleiben kann.
Dazu zählen beispielsweise:

Spondylose

Spondylose ist eine degenerative Knochenkrankheit, die bei vielen Hunden im Laufe ihres Lebens Auftritt. Vor allem Boxer und Retriever bleiben nur selten davon verschont. Ist die Krankheit einmal in Gang gesetzt worden, ist es meist eine Frage der Zeit, bis durch die Verknöcherungen Schmerzen für den Hund entstehen. Durch größere Belastungen können infolge Bandscheibenvorfälle oder sogar Knochenbrüche entstehen.

Daher gilt es, der Spondylose weitestgehend vorzubeugen, um sie in ihrer Entstehung zu hemmen. Die Entlastung der Wirbelsäule von jungen Jahren an ist hier das A&O. Auch sollte hier vorbeugend ein orthopädisches Hundebett genutzt werden.

Degenerative Myelopathie

Auch die degenerative Myelopathie ist eine Krankheit, die Hunde im mittleren Alter nicht selten ereilt. Da sich diese Krankheit nicht durch Schmerzen bemerkbar macht und eher schleichend auftritt, wird sie meist erst sehr spät erkannt.

Häufig ist das erste Anzeichen ein Schwanken des Hundes, die sogenannte progressive Ataxie. Da bisher leider weder die Ursache noch die Therapie für die Krankheit bekannt sind, sollte in erster Linie Prävention betrieben werden. Auch bei der degenerativen Myelopathie sollte das Hauptaugenmerk auf der Schonung der Gelenke liegen.

Arthrose

Arthrose ist die wohl am weitesten verbreitete Verschleißerkrankung bei Hunden. Ist die Arthrose erst einmal in Gang gesetzt worden, kann man sie leider von selbst nicht mehr stoppen. Der stetig vorangetriebene Verschleiß und die Veränderungen im Gelenkknorpel können beim Hund starke Schmerzen verursachen und zu Bewegungseinschränkungen führen.

Zur Vorbeugung ist es auch hier besonders wichtig, den Bewegungsapparat des Hundes zu schonen. Da vor allem große Rassen von Arthrose betroffen sind, sollten diese unbedingt altersentsprechend behandelt und nicht überfordert werden.

Welche Hundetreppe ist für mich die beste?

Um herauszufinden, welche Hundetreppe für die persönlichen Zwecke am geeignetsten ist, solltest Du Dich zuallererst etwas auf dem Markt umschauen. Dort gibt es kleine Treppen, große Treppen, zweistufige Treppen und 3 stufige Treppen, sowie Steighilfen, die im Grunde gar keine Hundetreppen sind, sondern eher einer Art Rampe gleichen.

Die Höhe

Hundetreppen sind derzeit mit einer Höhe von 40 cm bis hin zu 95 cm bedacht worden. Natürlich ist nicht jede Hundetreppe gleichermaßen für jeden Einsatzzweck und jede Hunderasse gedacht. Du solltest also vorher genau wissen, wofür Du diese Treppe benutzen möchtest.

Am besten ist es, wenn Du den Höhenunterschied, die Dein Hund überwinden soll, erst einmal vermisst. Außerdem ist es wichtig, dass die Höhe der Hundetreppe den Maßen Deines Hundes angepasst ist. Damit Dein Hund die Treppe sicher bewältigen kann, sollten die einzelnen Stufen tief und breit genug sein, damit Dein Hund den nötigen Halt hat.

Vor allem bei größeren Hunden ist es wichtig, die Stufen in einer breiteren und tieferen Variante zu wählen, wohingegen kleinere Hunde auf flachen Stufen besser aufgehoben sind.

Das Material

Auch beim Material gibt es große Unterschiede, die es vor dem Kauf zu bedenken gilt.
Auch wenn Hundetreppen vordergründig für den Hausgebrauch gekauft werden, gibt es doch Halter, die auch beim Einstieg ins Auto eine solche Treppe einer Hunderampe vorziehen.

Hierbei ist es wichtig, dass die Hundetreppe entsprechend witterungsbeständig ist, damit der Bezug nicht gleich unter den nassen Pfoten Deines Hundes unbrauchbar wird. Auch sollte dafür kein Außenmaterial gewählt werden, das bei Nässe rutschig wird – da Dein Hund sonst schnell abstürzen könnte.

Holz

Hundetreppen aus Holz wirken rustikal aber trotzdem sehr edel. Die einzelnen Treppenstufen sind zusätzlich mit einem Teppich ähnlichem Stoff bezogen, damit Dein Hund einen sicheren Tritt hat. In den meisten Hundetreppen aus Holz sind unter den jeweiligen Stufen Staufächer verbaut.

Die Reinigung erfolgt recht einfach – das lackierte Naturholz lässt sich am besten mit einem Tuch säubern, somit haben Hundehaare oder Schmutz kaum eine Chance.

Bezüge aus Plüsch

Auch wenn es vielen optisch gefallen dürfte, sind Bezüge aus Plüsch für Hundetreppen weniger geeignet. Dein Hund könnte sich mit seinen Krallen in dem Material verfangen und hängen bleiben, oder im schlimmsten Fall sogar abstürzen und sich dabei verletzen. Ein Material aus kurzen Fasern oder Leder, sowie Kunstleder, ist besser geeignet.

Kunstleder

Neben der edlen Optik ist Kunstleder auch ein sehr robustes Material.
Hundetreppen die einen Bezug aus Kunstleder aufweisen, sind auf den Stufen meist noch durch einen zusätzlichen Teppichbezug verstärkt. Auch hier lässt sich das Obermaterial schnell und einfach reinigen.

Das Gewicht

Fast immer haben Hundetreppen ein angegebenes Belastungsgewicht, das unbedingt beachtet werden sollte. Wenn sich Dein Hund nur kurz unterhalb der oberen Belastungsgrenze befindet, solltest Du besser zur nächstgrößeren Hundetreppe greifen, um einen plötzlichen Zusammenbruch der Treppe zu verhindern.

Die Neigung der Stufen

Einige Hersteller bieten Hundetreppen an, bei denen die Stufen einen leichten Neigungswinkel aufweisen. Da nicht jeder Hund mit dieser Neigung zurecht kommt, solltest Du das vor dem Kauf unbedingt testen. Ob Dein Hund wirklich eine Hundetreppe mit geneigten Stufen benötigt, kannst Du bei Deinem Tierarzt in Erfahrung bringen.

Rutschfestigkeit

Idealerweise haben Hundetreppen Gummifüße an der Unterseite. Das verhindert das Wegrutschen der Treppe vom eigentlichen Zielort.

Verstaubarkeit

Vor allem in kleineren Wohnungen möchte man nicht den ganzen Tag eine Hundetreppe im Wohnzimmer stehen haben. Für diese Zwecke gibt es Treppen, die man bei Nichtgebrauch platzsparend zusammenklappen kann. Wenn Du Dich für eine solche Treppe entscheidest, ist es wichtig darauf zu achten, dass sämtliche Scharniere und Verschraubungen stets kontrolliert werden.

Steighilfe – die Alternative

Da es bei manchen Hunden auch irgendwann den Zeitpunkt gibt, an dem sie auch eine kleine Treppe nicht mehr bewältigen können, hat man für diese Zwecke die Steighilfe konzipiert. Sie verbindet die Vorteile einer Hundetreppe mit den nützliche Eigenschaften einer Hunderampe.

Im Prinzip ist sie also nichts anderes, als eine kurze Hunderampe, die sich optisch nur durch das Fehlen der Stufen von der Hundetreppe unterscheidet.

Wie gewöhne ich meinen Hund an die Hundetreppe?

Vor allem ängstliche Hunde werden anfangs versuchen die Hundetreppe zu meiden, da sie ein neues Möbelstück darstellt, welches erst ausgiebig beäugt und beschnüffelt werden muss. Doch auch danach haben einige Hunde noch ihre Probleme mit diesem Hilfsmittel.

Da die meisten Hunde aber bekanntlich bestechlich sind, kann man ihnen die Hundetreppe recht schnell schmackhaft machen, indem man sie mit köstlichen Leckerlis ködert. Erst ein Leckerchen auf die erste Stufe, dann ein Leckerchen auf die ersten beiden Stufen und zu guter Letzt gibst Du Leckerchen auf alle Stufen.

Auch wenn Dein Hund eine Weile benötigt, um sich an die Hundetreppe zu gewöhnen, solltest Du nicht aufgeben, über kurz oder lang wird er sie selbstständig nutzen – für ein langes und gesundes Hundeleben, ohne Rückenschmerzen.