Dein Hund niest – Hier erfährst Du alle Hintergründe!

Ebenso wie wir Menschen, kommt es auch vor, dass ein Hund niest. Das ist nur natürlich, wenn es in der Nase unangenehm kitzelt oder juckt. Ein Nieser bringt dann die gewünschte Erlösung. Das Prinzip bei uns Zweibeinern ist dasselbe: Unser Körper nutzt das Niesen als Schutzreaktion, um Viren, Bakterien oder Fremdkörper loszuwerden. Sofern der Hund jedoch öfter niest und dabei ein Nasenausfluss zu beobachten ist, kann es sich um eine ernstzunehmende Ursache handeln. Ab wann es bedenklich wird, dass dein Hund niest, erkläre ich dir in diesem Ratgeber. Dazu wollen wir die einzelnen Anzeichen einer Krankheit näher beleuchten und dir aufzeigen, was du im Ernstfall tun kannst.

Hund niest: Was können die Ursachen sein?

Genau wie bei uns Menschen, ist auch das Niesen beim Hund ein plötzlich auftretendes Luftausstoßen durch die Nase. Menschen und Hunde niesen unwillkürlich, wobei es sich meistens explosionsartig anfühlt. Das haben wir alle schon des Öfteren erlebt: In der Nase kitzelt es unerträglich, weshalb sich unser Körper mit einem kräftigen Nieser Abhilfe verschafft. Sowohl bei Menschen, als auch bei Hunden ist es so, dass kurz vorher sehr schnell Luft durch die Nase eingeatmet wird, welche dann mit einem kräftigen Stoß aus der Nase katapultiert wird.

Niesen ist ein körpereigener Abwehrmechanismus

Wenn der Hund niest, geht dies üblicherweise damit einher, dass der Kopf dabei Richtung Boden oder Wand bewegt, ja förmlich geschleudert wird. Viele Hunde stellen sich dabei ein bisschen ungeschickt an. Auch wenn dies natürlich nicht beabsichtigt ist, so kann es passieren dass sich der Hund den Kopf am Fußboden, an einer Wand oder an einem Möbelstück stößt. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen körpereigenen Abwehrmechanismus. Und dieser tritt auch in Kraft, wenn der Hund niest. Das Niesen dient einzig und allein dazu, kleine Partikelchen aus der Nase zu befördern. Diese reizen unsere Schleimhäute und lösen dadurch den herbeigesehnten Nieser aus. Und das ist nicht nur bei uns Menschen so. Dieses Prinzip greift ebenfalls, wenn dein Hund niest.

Vergesse hierbei nie, dass die Nase das sensibelste und bestentwickeltste Organ Deines Hundes ist. Wie Du die Nase deines Lieblings fördern kannst, erfährst Du hier.

Wenn der Hund niest: Was ist normal und ab wann ist es bedenklich?

Wenn dein Hund einen abgeschlagenen Eindruck erweckt und ständig niest, dann kann das ein Anzeichen für einen Infekt sein. Dann heißt es: Ab zum Tierarzt und die Ursache herausfinden lassen. Handelt es sich um einen sporadischen Nieser zwischendurch, ist dies völlig normal und bedenklich. Uns Menschen geht es schließlich auch so: Es juckt und mit einem ruckartigen Niesen wird der Reiz sofort gestoppt. Wenn der Hund niest, ist das nichts anderes. Hin und wieder kommt es auch vor, dass der Hund seine Nase vor dem Niesen mit einem kräftigen Ausschnaufen befreit.

Wenn dein Hund niest, kann das verschiedene Auslöser haben. Häufig ist ein Partikel in der Luft dafür verantwortlich. Zu diesen Partikeln gehören unter anderem:

  • Parfum
  • Staub
  • Abgase
  • Sprays
  • Putzmittel
  • Zigarettenqualm etc.

Ein Hund niest auch hin und wieder, wenn er mit Sonnenstrahlen konfrontiert wird oder extrem aufgeregt ist. Das betrifft jedoch nicht alle Hunde und ist deshalb eher selten der Auslöser für plötzliches Niesen.

Mein Hund niest: Wann muss ich zum Tierarzt gehen?

Wenn der Hund niest und sich das Niesen ständig wiederholt, kann es mitunter auch sehr bedenklich werden. Jetzt heißt es in jedem Fall: Das Tier genau beobachten und einen Termin beim Tierarzt ausmachen. Handelt es sich um langanhaltendes Niesen, welches sich zudem als krampfartig gestaltet und sogar von einem Ausfluss begleitet wird, ist es definitiv an der Zeit, einen Tierarzt aufzusuchen. Dabei ist es wichtig, dass du darauf achtest, wie sich der Ausfluss zeigt, beziehungsweise wie dieser aussieht. Mit dieser Information bist du dem Tierarzt bei der Diagnosestellung behilflich. Wenn der Hund niest und ein Nasenausfluss zu erkennen ist, kann sich dieser in den unterschiedlichsten Formen zeigen:

  • Blutig
  • Eitrig
  • Schleimig
  • Klar
  • Flüssig

Mit diesem Hinweis kann der Tierarzt bestimmte Krankheiten ausschließen oder eben in den Fokus der Untersuchung rücken. Höchste Zeit einen Tierarzt aufzusuchen ist es auch immer dann, wenn dein Hund niest und dabei das sogenannte “Rückwärtsniesen” erkennbar ist. Den Impuls so schnell wie möglich einen Tierarzt aufzusuchen, wirst du dann sowieso verspüren, weil das Rückwärtsniesen den Eindruck erweckt, als würde der Hund gleich ersticken.

Dein Hund niest
Das Niesen bei Hunden kann ganz verschiedene Ursachen haben. Schaue also genau hin.
Bildnachweis: Depositphotos.com Ape dog face @ Flydragonfly

Welche Auslöser können für dauerhaftes Niesen verantwortlich sein?

Wenn dein Hund niest und damit quasi gar nicht mehr aufhören kann, dann ist meistens ein Fremdkörper in der Nase dafür verantwortlich. Allerdings gibt es auch andere Gründe, warum der Hund niest. Und diese können ziemlich unterschiedlich sein. Deshalb wollen wir dir nachfolgend eine Übersicht der möglichen Auslöser an die Hand geben.

Die Infektion

Wenn wir Menschen uns eine Erkältung eingefangen haben, ist der Schnupfen nicht mehr weit. Und dieser geht mit häufigem Niesen einher. Bei deinem Hund sieht es ähnlich aus. Sind die Atemwege des Hundes durch Bakterien oder Viren kontaminiert, kann dies dazu führen, dass dein Hund vermehrt niest. Meistens lässt sich dieser Umstand mit einer Erkältung vergleichen, wie diese uns Menschen immer wieder ereilt. Wenn dein Hund niest kann dies auch eine Folge des Zwingerhustens sein. Dabei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, welche gleich durch mehrere Erreger ausgelöst werden kann. Dabei lässt sich meistens ein wässriger Nasenausfluss beim Hund beobachten.

Weitere Erkrankungen welche durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden können und als Begleiterscheinung häufiges Niesen mit sich bringen:

  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Herpesviren
  • Nasenschleimhautentzündung
  • Bronchitis
  • Staupe
  • Lungenentzündung
  • Toxoplasmose
  • Hepatozoonose

Hund niest nach eingeatmetem Fremdkörper

Hunde sind nun mal dafür bekannt, in der Natur zu schnuppern. Und dabei kann es schnell passieren, dass sich ein Fremdkörper in Form eines kleinen Partikels in der Hundenase festsetzt. Häufig handelt es sich um Pflanzenbestandteile, welche eingeatmet werden und an der Nasenschleimhaut haften bleiben. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen sehr häufig auftretenden aber unbedenklichen Grund, warum der Hund niest. Wenn dein Hund niest weil sich ein Fremdkörper in der Nase festgesetzt hat, macht sich lediglich der körpereigene Schutzreflex bemerkbar, bei dem der Fremdkörper ganz einfach mit Wucht aus der Nase katapultiert wird.

Wenn dein Hund niest und das Niesen mit einem blutigen oder eitrigen Nasenausfluss einhergeht, kann dies darauf hindeuten, dass sich ein größerer Partikel “eingenistet” hat. Denn beim Gassigehen kann es schnell passieren, dass ein Holzsplitter oder andere kleine Gegenstände eingeschnüffelt werden. Dann muss der Tierarzt ran, da dieser den Fremdkörper fachgerecht entfernen kann. Besteht der Verdacht, ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Tierarzt eine Rhinoskopie anordnet. Dabei handelt es sich um eine Untersuchung der Nasenhöhlen, welche mit einer Mini-Kamera durchgeführt wird. Leider ist dieser Eingriff nur unter Vollnarkose möglich.

Der Tumor

Tumore können sich auch bei Hunden überall im Körper ausbreiten. Das betrifft somit auch die Nasenhöhlen und die Nasennebenhöhlen. Gerade bei älteren Hunden kommt es häufig vor, dass sich ein Tumor in der Nase ausgebreitet hat. Hier stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung:

  1. Die Rhinoskopie
  2. Die Röntgenuntersuchung
  3. Die Computertomographie

Die Zahnprobleme

Das mag im ersten Moment etwas verwirrend klingen, denn man stellt sich unweigerlich die Frage, was die Zähne damit zu tun haben, dass der Hund niest?! Sobald sich eine Fistel oder ein Abszess an den Zähnen ausgebreitet hat, kann eine potenziell damit einhergehende Entzündung dafür sorgen, dass sich die Erreger auf den Kieferknochen ausweiten und von dort aus in die Nasenhöhle gelangen. Dabei treten häufig Schmerzanzeichen in Erscheinung. Wenn der Hund niest und Zahnprobleme die Ursache sind, ist in der Regel ein blutiger oder eitriger Nasenausfluss zu beobachten. Solche Fälle müssen unverzüglich behandelt werde. Der Tierarzt ist Pflicht, wenn der Hund niest und damit ein entsprechender Nasenausfluss einhergeht.

Die Allergien

Allergien treten nicht nur bei uns Menschen auf. Auch Hunde können unter Allergien leiden, welche häufiges Niesen mit sich bringen. Hat dein Hund eine Allergie, welche sich durch vermehrtes Niesen äußert, ist die Nasenschleimhaut damit beschäftigt, sich fortlaufend zu entzünden. Eine Allergie tritt meistens in Kombination mit einem schleimig-klaren Nasenausfluss auf.

Das Nasenbluten

Zwar kommt es nur sehr selten vor, dass ein Hund aufgrund von Nasenbluten anfängt zu niesen, jedoch kann dies durchaus als Ursache in Frage kommen. Doch in diesen Fällen wirst du vermutlich zuerst das Nasenbluten entdecken und dich dann über das vermehrte Niesen wundern. Grundsätzlich gilt jedoch: Nasenbluten beim Hund ist absolut kein Spaß und muss immer vom Tierarzt untersucht werden.

Die Pilzerkrankungen

Auch hier handelt es sich um eine eher selten auftretende Ursache. Dennoch können auch Pilze oder Bakterien dafür verantwortlich sein, dass dein Hund niest und einen seltsam aussehenden Nasenausfluss zum Vorschein bringt. Die Toxoplasmose oder auch die Hepatozoonose könnten als Ursache in Frage kommen, weshalb auch hier unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden muss.

Hepatozoonose

Letztere Krankheit tritt primär in südeuropäischen Ländern auf, wobei auch der mittlere Osten betroffen ist. Die Krankheit wird mittels Zeckenstich übertragen. Diese Erkrankung äußert sich jedoch nicht nur durch vermehrtes Niesen. Auch andere Symptome können Anzeichen einer Hepatozoonose sein:

  • Apathie
  • Fieber
  • Muskelschmerzen
  • Abmagerung etc.

Toxoplasmose

Ähnlich verhält es sich mit der Toxoplasmose, welche ebenfalls nur sehr selten vorkommt. Der häufigste Übertragungsweg ist die Aufnahme von Katzenkot und rohem Schweinefleisch. Der Hund niest bei dieser Krankheit vermehrt und zeigt einen begleitenden Nasenausfluss. Weitere Symptome für eine Toxoplasmose:

  • Krämpfe
  • Durchfall
  • Lähmungen
  • Erbrechen
  • Herzprobleme
  • Fieber

An dieser Stelle muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass bei einem oder mehreren dieser Symptome unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen ist.

Hund niest: Gibt es Erste-Hilfe-Maßnahmen?

Dein Hund niest nur gelegentlich? Dann musst du dir auch keine Gedanken machen. Sofern dein Hund jedoch ständig oder sogar krampfhaft niest, ist es wichtig dass du auf jeden Fall zum Tierarzt gehst. Und das gilt auch für das Rückwärtsniesen. Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass du deinen Hund keiner reizenden oder sogar gesundheitsschädlichen Umgebung aussetzt.

Für Raucher heißt das zum Beispiel: Ab auf den Balkon!

Hund niest: Zigarettenqualm könnte die Ursache sein!
Qualm und die empfindliche Hundenase gehören nicht zusammen. Also nimm Rücksicht!
Bildnachweis: depositphotos.com Dog (Basset) with a cigar @ vivienstocks

 

Ein Hund sollte nicht dauerhaft deinem Zigarettenqualm ausgesetzt sein. Wenn es erforderlich ist sehr stark riechende Putzmittel in der Wohnung zu verwenden, solltest du deinen Hund auf den Balkon, auf die Terrasse oder zumindest in ein anderes Zimmer schicken, damit dieser die Dämpfe nicht einatmet.

Und das gilt auch für Parfüm, Deo und Haarspray. All diese reizenden Duftstoffe sollten nicht in der Nähe des Hundes versprüht werden.

Du möchtest Deinen Hund gesund ernähren? Dann lies hier unseren interessanten Beitrag dazu.

Plötzlich auftretendes Niesen im Dauerzustand

Wenn dein Hund plötzlich anfängt zu niesen und sich dieser Reiz permanent wiederholt, ist das ein Anzeichen für einen Fremdkörper in der Nase oder einen Infekt. Eine allergische Reaktion ist aber ebenso wahrscheinlich. Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob ständiges Niesen mit einem Nasenausfluss einhergeht, denn zum Tierarzt solltest du so oder so gehen, wenn der Niesreiz nicht gelindert werden kann.

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Wenn der Hund mehrmals hintereinander niest

Wenn dein Hund mehrmals hintereinander niest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er wie oben beschrieben, einen reizenden Stoff eingeatmet hat. Auch wenn du Nichtraucher bist und gerade keine Putzmittel, Haarspray oder Parfum verwendet hast, solltest du diese Möglichkeit nicht gleich ausschließlich und stattdessen deinen Haushalt auf reizende Stoffe untersuchen. Manchmal ist es auch eine Duftkerze oder sogar der neue Weichspüler, welcher sich um die Textilfasern der Hundedecke gelegt hat. Vieles was für uns selbstverständlich ist, kann für den Vierbeiner eine juckende und kitzelnde Qual darstellen. Wenn du wirklich ausschließen kannst, dass es sich um einen reizenden Stoff handelt, ist es ratsam einen Tierarzt aufzusuchen. Du solltest deinen Hund deshalb ganz genau beobachten. Wenn dieser einen schlappen oder abgeschlagenen Eindruck vermittelt und/oder ein Nasenausfluss zu beobachten ist, solltest du auf jeden Fall einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Wenn der Hund Blut niest

Wie oben bereits beschrieben, bedeutet das Nasenbluten beim Vierbeiner: “höchste Alarmstufe”. Der Hund muss dann sofort zum Tierarzt, um gründlich untersucht zu werden. Bedauerlicherweise kommen sehr viele Gründe in Frage, warum ein Hund Nasenbluten hat. Dieser könnte zum Beispiel Rattengift aufgenommen haben, welches für das Nasenbluten verantwortlich ist. Es kann auch sein, dass ein eingeatmeter Fremdkörper die Schleimhäute des Tieres verletzt hat. Das lässt sich in den meisten Fällen daran erkennen, dass der Hund nur aus einem Nasenloch blutet.

Handelt es sich jedoch um beidseitiges Nasenbluten, dann ist eine stark ausgeprägte Infektion, eine Vergiftung oder auch ein Tumor als Ursache sehr wahrscheinlich. Aber auch Blutgerinnungsstörungen und Leber- sowie Nierenerkrankungen können bei beidseitigem Nasenbluten die Ursache sein. Einige Ratgeber empfehlen das Beobachten des Nasenblutens über einen Zeitraum von 10 bis 15 Minuten. Dabei lässt sich herausfinden, ob sich das Nasenbluten als harmlos herausstellt oder nicht. Dennoch ist es immer ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen, wenn der Hund aus beiden Nasenlöchern blutet.

In unserem Ratgeber findest Du noch weitere interessante Themen rund um das Thema Hund.

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