Mit dem Hund im Dunkeln unterwegs! Damit wirst Du nicht übersehen!

Bald beginnt die Zeit, in der Du mit Deinem Hund im Dunkeln wieder öfter unterwegs bist. Mit der Sommersonnenwende am 21.Juni beginnen die Tage wieder kürzer zu werden. In der dunklen Jahreszeit erhöht sich die Unfallgefahr für Verkehrsteilnehmer aller Art deutlich. Morgens gehst du mit deinem Hund im Dunkeln das erste Mal vor die Tür und abends kommst du mit deinem Hund im Dunkeln wieder nach Hause. Was du beachten solltest, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden, erfährst du hier.
 

Der Spaziergang mit dem Hund im Dunkeln! Das sehen andere Verkehrsteilnehmer

Die Sicht anderer

 
Wird es im Spätsommer langsam wieder früher dunkel, verändert sich deine Wahrnehmung und die Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmer.
Trotz Beleuchtung vor dem Fahrzeug haben Autofahrer im Dunkeln einen Tunnelblick. Sie erkennen erst spät, ob sich etwas seitlich der Fahrbahn bewegt. Besonders eingeschränkt ist die Sicht von Autofahrern und Radfahrern dann, wenn derjenige, der sich auf dem Gehweg oder am Fahrbahnrand bewegt, mit der Dunkelheit verschmilzt, weil er dunkles Fell hat oder sich persönlich in dunkle Kleidung hüllt.
Bei Radfahrern kommt zu diesem Tunnelblick noch die eingeschränkte Sicht durch eine geringere Lichtquelle hinzu. Die Fahrradlampe erleuchtet nur einen geringen Teil der Strecke, die vor und neben dem Radfahrer liegt.
 

Deine Sicht

 
Deine Sicht als Fußgänger, im ungünstigsten Fall ohne Taschenlampe unterwegs, ist nochmals eingeschränkt. Auf unbeleuchteten Wegen und bei mondlosem und bedecktem Himmel wirst du den Wald vor lauter Bäumen kaum erkennen und die Schatten fangen an sich zu bewegen. Einen herumstreunenden Hund und Wild oder Nachbars Katze wird dein Hund aufgrund seiner besseren Sinnesorgane um ein Vielfaches schneller erkennen als du. In einer solchen Situation kannst du nicht in einer angemessenen Zeit reagieren, um den Hund im Dunkeln von Gefahrenquellen fernzuhalten.

Was nimmt der Hund im Dunkeln wahr?

 
Die Sinne unserer Hunde sind in allen Bereichen besser ausgestattet als bei uns Menschen. Ein Hund im Dunkeln hat zwar eine eingeschränkte Wahrnehmung, kompensiert diese aber durch eine Verschärfung seiner anderen Sinne, dem Hören und dem Riechen.
Während du als Hundeführer im Dunkeln und bei Nebel kaum die Hand vor den eigenen Augen sehen kannst, ist dein Hund im Dunkeln in der Lage weit zu sehen und Dinge in weiterer Entfernung zu erkennen.
 

Die Sinne Deines Hundes im Dunkeln

 
Beobachtest du deinen Hund in der Dunkelheit, wirst du feststellen, dass er viel mehr mit seiner Nase arbeitet. Er hebt ständig den Fang, um sich Wind aus weiterer Entfernung zu holen und er arbeitet mit der Nase intensiver auf dem Boden, um die Gerüche, die auf ihn einströmen zu identifizieren.
Unsere früher tagaktiven Wildtiere haben es sich angewöhnt in der Dunkelheit auf freie Flächen auszutreten, um dort zu äsen. Du als Mensch kannst die Wildtiere nicht wahrnehmen, dein Hund erkennt sie mit Sicherheit und reagiert im ungünstigsten Fall mit dem ihm angeborenen Jagdverhalten.
 
Der Lärm, der für den Hund am Tag herrscht, wird abends schwächer. Fällt der Sehsinn aus, werden die Ohren häufiger genutzt. Die kleine Maus, die im Unterholz rumwandert und das kleinste Insekt kann der Hund nun deutlich hören.
 
Hund im Dunkeln
Auch bei Wanderungen solltest Du auf die frühere Dunkelheit vorbereitet sein.

Bildnachweis: depositphotos.com Man and dog at dawn @ Carlosobriganti

Beim Spaziergang mit dem Hund im Dunkeln die Sichtbarkeit erhöhen

 
Zurück zur Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer. Für dich und deinen Vierbeiner ist es wichtig, im Straßenverkehr rechtzeitig von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt zu werden, um Unfälle zu vermeiden. Am einfachsten erreichst du dies durch eine entsprechende Ausrüstung für dich und deinen Hund. Hier stellen wir dir ein paar Mittel vor, deinen Hund und dich sichtbar zu machen. In der Regel kosten sie nicht viel Geld, helfen euch aber, euere Gesundheit und euer Leben zu schützen.

 

Sichtbarkeit für Mensch und Hund im Dunkeln

 
Wer sich in den letzten Jahren die Mühe gemacht hat, mit offenen Augen durch die Gegend zu wandern, zu spazieren oder mit dem Rad zu fahren, wird festgestellt haben, dass sich viele Jogger und Spaziergänger in der dunklen Jahreszeit mit Lampen, Reflektorwesten und heller Bekleidung ausrüsten, um für die anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar zu sein. Die meisten dieser Dinge sind auch für deinen Hund erhältlich. Dabei unterscheidet man Schutzkleidung, die aktiv leuchtet und solche, die eine andere Lichtquelle benötigt, damit ein Rückstrahleffekt zu sehen ist.
Welches dieser Dinge du einsetzen willst, hängt unter anderem von der Gegend ab, in der du mit deinem Hund unterwegs bist.

 

Zubehör für den Hund, das mit Reflektoren ausgestattet ist

 
Reflektoren werfen einen Lichtstrahl, von dem sie getroffen werden zurück. Der Hund wird für den anderen Verkehrsteilnehmer sichtbar. Allerdings benötigen diese Reflektoren Lichtquellen, die sie anstrahlen, um ihre Funktion zu erfüllen. Gehst du also mit deinem Hund auf Waldwegen, in Parks und unbeleuchteten Ecken spazieren, greift dieser Effekt kaum.
Spezielle Reflektoren für solche Situationen laden sich tagsüber mit Licht auf und geben dieses Licht in der Dunkelheit ab.
Reflektoren findest du auf Leinen, Hundegeschirren, Hundehalsbändern und Hundewesten. Reflektoren sind vor allem für Autofahrer sehr gut sichtbar.
 
Tipp: Es gibt auch spezielle Warnwesten für den Hund, die mit Reflektoren ausgestattet und durch ihre grelle Farbe schon von weitem sichtbar sind.
Spaziergang im Sonnenuntergang
Tolle Sonnenuntergänge kannst Du während dieser Zeit schon früher genießen, doch dann wird es auch schnell dunkel. Achte auf Deinen Hund und Dich!

Bildnachweis: Sunset @ oleghz

Zubehör für den Hund, das mit aktiven Lichtquellen, wie LEDs ausgestattet ist

 
Eine Alternative zu den Reflektoren sind Zubehörteile, die mit LED Lampen ausgestattet sind und solche, an denen man kleine LEDs befestigen kann.
Die kleinen LED Lämpchen, die man an das Halsband hängen kann, reichen eventuell für dich aus, um deinen Hund im Dunkeln besser zu finden, aber für andere Verkehrsteilnehmer ist die kleine Leuchte meist nicht sichtbar. Besser eignet sich hier Equipment, das großflächig in Westen und Halsbändern eingearbeitete LEDs hat.

 

Sichtbarkeit für den Menschen im Dunkeln schaffen

 
In Kraftfahrzeugen ist das Mitführen einer Warnweste Pflicht. Die Warnwesten sind mit Reflektoren ausgestattet und kosten kaum Geld. Mal ganz ehrlich: Was bitte ist dabei, wenn ihr euch abends oder in den dunklen Morgenstunden eine Warnweste über eure Kleidung zieht, um eure Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer zu erhöhen? Euer modisches Outfit fällt im Dunkeln sowieso weniger auf als im hellen Tageslicht.
 
Wer sich wirklich nicht für die Warnweste entscheiden kann, der sollte auf helle Kleidung zurückgreifen und sich zusätzlich mit Reflektorstreifen an Armen und Beinen ausrüsten. Es gibt Bauchtaschen und kleine Rucksäcke, die mit Reflektoren ausgestattet sind. In diesen Taschen könnt ihr alles verstauen, was ihr für euch und euren Hund mitnehmt und ihr werdet schneller erkannt.
 
Stirnlampen und Taschenlampen erfüllen zwei Zwecke in einem Gerät. Ihr werdet sichtbar für andere Verkehrsteilnehmer und ihr könnt sehen, was euer Hund am Wegesrand tut.
Wer auf diese grundlegenden Ausrüstungsgegenstände verzichtet, gefährdet sich, seinen Hund und andere Menschen, die sich auf der Straße aufhalten.

 

Worauf beim Kauf von Reflektoren und Lampen achten

 
Reflektoren benötigen in der Regel keine eigene Stromquelle. Sie sollte aber zumindest abwaschbar sein, damit ihre Funktionstüchtigkeit auch nach einem Schlammbad gewährleistet ist.
Bei Hunden, die längere Haare haben, verschwinden die Lampen oft unter dem Fell. Der positive Effekt, die Sichtbarkeit zu steigern hebt sich hier auf. Eine Kombination aus aktiven und passiven Lichtquellen ist für die Steigerung der Sichtbarkeit für Deinen Hund im Dunkeln in allen Fällen zu empfehlen.
 
Falls du LEDs nutzen willst und diese mit Batterien betrieben werden, solltest du darauf achten, dass du die Batterien leicht wechseln kannst und diese gut zu kaufen sind. Ein paar Modelle mit austauschbaren Akkus und Batterien haben abenteuerliche Batteriegrößen, die nur unter Schwierigkeiten nachzukaufen sind. Außerdem sollten die LEDs selbstverständlich wetterfest und auch aus größerer Entfernung sichtbar sein. Eine gute Möglichkeit stellen wir Dir im weiteren Text vor!
 
Auch die Batterie für deine Taschenlampe und deine Stirnlampe solltest du als Ersatz immer in der Tasche haben.
Großflächige Westen lassen sich gut mit kleineren LED Halsbändern und Leinen kombinieren. Hier gilt: besser zu viel Licht als zu wenig.
 
Ein paar Hunde werden durch blinkende Lichter an ihrem Halsband irritiert. Gewöhn deinen Vierbeiner langsam an die neue Ausrüstung. Die meisten Hunde akzeptieren neue Dinge nach einer kurzen Eingewöhnungszeit.
 

Tipps, wie du dich mit deinem Hund im Dunkeln verhalten solltest

 
Der Spaziergang mit dem Hund im Dunkeln bringt weitere Gefahren mit sich, die du im Hinterkopf haben solltest.
Ein Hund im Dunkeln kann anders reagieren, als du es gewohnt bist. Dinge, die deinem Vierbeiner tagsüber kein Problem bereiten, werden in den Abendstunden zu einer Bedrohung. Der Hund kann nicht sofort einschätzen, ob eine Mülltonne oder ein Sandhaufen, der am Straßenrand liegt eine versteckte Bedrohung ist oder nicht. Die Angstreaktion kann unterschiedlich ausfallen. Manche Hunde drücken sich hinter den Hundeführer, klemmen die Rute ein und wollen partout nicht an dem Hindernis vorbei. Andere Hunde preschen vor und stellen auf Angriffsmodus um.
 
Gewöhn deinen Hund auch in der Dunkelheit langsam an Gegenstände und Begegnungen, die er eigentlich kennt. Gibt ihm die Sicherheit, die er von die benötigt, um festzustellen, dass von diesen Dingen keine Gefahr ausgeht.
 

Hundebegegnungen und Jagdtrieb

 
Die Begegnung von Hund zu Hund und von Hund zu Mensch kann in der dunklen Jahreszeit gleichfalls anders ausfallen, als du es von deinem Hund gewohnt bist. Erschreckst du dich nicht, wenn plötzlich ein dunkel gekleideter, warm eingemummelter Mensch vor dir auftaucht oder ein unbekannter Hund im Dunkeln aus einer Ecke auf dich zu kommt? Ist Deine Hündin läufig oder kann Dir und Deinem Rüden eine läufige Hündin begegnen?
Eine weitere Schwierigkeit bei Spaziergängen mit dem Hund im Dunkeln liegt darin, dass du schlecht erkennen kannst, was dein Hund gerade macht. Du kannst nicht schnell genug einschreiten, wenn dein Hund sich etwas vermeintlich fressbarem nähert und dieses aufnimmt.
 
Hunde, bei denen der Jagdtrieb noch in besonders hohem Maß vorhanden ist, oder die einen Spielkameraden entdecken, den du vorher nicht wahrgenommen hast, neigen dazu, sich selbstständig zu machen. Prompt musst du den Hund im Dunkeln suchen. Das ist beileibe kein Vergnügen und kann gefährlich werden!
 
Hund im Wald
Nicht nur für andere ist Dein Hund schlechter sichtbar, auch für Dich!

Bildnachweis: depositphotos.com Dog in the forest @ inigocia

 
Als Lösung für all diese Probleme bietet sich die Leine an. Mit der Leine hast du deinen Hund im Dunkeln besser unter Kontrolle. Kommst du zu der Überzeugung, dass er sich an der normalen Leine nicht auspowern kann, nimm dir eine lange Schleppleine. Achtet bei der Schleppleine für den abendlichen Spaziergang darauf, dass diese mit Reflektoren ausgestattet ist oder zumindest für alle Verkehrsteilnehmer gut zu erkennen ist. Insbesondere Radfahrer, die an euch vorbeikommen, erkennen die Leine oft zu spät und fahren in die Leine hinein oder über die Leine hinweg.
 
 

Hund im Dunkeln – diese Produkte solltest Du unbedingt haben

Wir möchten Dir nun noch ein paar Tipps für die richtige Ausstattung geben. Neben den weiter oben genannten Warnwesten für Hunde (und natürlich auch für Menschen) haben wir mit folgenden Produkten für den Hund im Dunkeln gute Erfahrungen gemacht
 

Das Leuchti Plus

Im Handel gibt es eine riesigie Auswahl an unterschiedlichen Leuchthalsbändern. Leider erfüllen viele ihren Zweck nicht. Sie sind nur in der Nähe sichtbar, sind nicht wetterfest oder müssen regelmäßig aufgeladen werden, weiten sich oder gehen schnell kaputt. Anders ist das Leuchti Plus. Es wird mit Batterien betrieben. Hängst Du es auf den Kopf, geht es nach einer kurzen Zeit aus. Ansonsten leuchtet es durchgehend. Eine weitere Variante ist aufladbar. Das Leuchti Plus hat eine starke Leuchtkraft und ist somit auch für langfellige Hunde gut geeignet. Es besitzt allerdings keinen Knopf, dass Du es während Deinem Spaziergang ausschalten kannst (beispielsweise, weil es inzwischen hell geworden ist am Morgen). Dennoch lohnt sich der Griff in die Tasche bei diesem Produkt, denn Du hast ein Produkt, welches hält, was es verspricht.
 
 

Orbiloc Safety Light

 
Das Orbiloc Safety light ist sogar in fünf Kilometern sichtbar. Du kannst es auf Dauerlicht oder auf Blinklicht stellen. Das Orbiloc gibt es mit  verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten und ist somit für Hund als auch Mensch gleichermaßen nutzbar. Vorteil hier ist definitiv, dass Du es einfach auch an- und ausstellen kannst. Bei langfelligen Hunden solltest Du es am Geschirr oder an einem Carabiner (diesen kannst Du extra von Orbiloc erwerben) befestigen. Es ist stoß- und wasserfest und durch das geringe Gewicht auch für längere Märsche gut geeignet. Außerdem kannst Du es auch bereits bei einem Welpen nutzen – er wird niemals “raus wachsen”.
Hund im Dunkeln: Orbiloc Safety Light
Das Orbiloc kannst Du auf verschiedene Möglichkeiten befestigen.

Bildnachweis: www.sleepherds.de

 
 
 
 

Fazit Hund im Dunkeln:

Mit der richtigen Ausrüstung kannst du mit dem Hund im Dunkeln sicher und entspannt spazieren gehen und euren Aktivitäten nachgehen.
Zur dunklen Tageszeit ist mehr Rücksicht und Aufmerksamkeit auf andere Verkehrsteilnehmer und Wildtiere vonnöten, aber wenn ihr euch sichtbar für andere macht, und du deinen Hund unter Kontrolle hältst, steht eurer Gassirunde am Abend, in der Dämmerung und bei Nebel nichts entgegen.

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