Billige Hundebetten und mögliche Schäden dadurch

Röntgenbild einer Hunde-Wirbelsäule
Billige Hundebetten und mögliche Schäden dadurch
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Wer einen Welpen zu sich ins Haus holt, wird über die Agilität und körperliche Belastbarkeit staunen. Jeder vermeintlich noch so schwere Sprung wird scheinbar mühelos verarbeitet und selbst nach schweren Stürzen genügt meist ein Schütteln, bis der Junghund weiter tobt.

Vielen Hundehaltern ist dabei nicht bewusst, dass vor allem der Ruheort des Hundes maßgeblichen Einfluss über die Gesundheit und Beweglichkeit im hohen Alter hat. Das Rennen, Springen und Toben stärkt die Muskulatur, die, genauso wie die Gelenke, im Anschluss Regeneration und Ruhe benötigt. Ist der Hund falsch gebettet, so kann sich die Muskulatur nicht vollständig entspannen. Der Hund bleibt in einer verkrampften Haltung und belastet somit den Bewegungsapparat.

Die Hunde OP Versicherung von petplan.de schützt vor den hohen Kosten der Diagnostik und Therapie, jedoch kann bereits das richtige Hundebett helfen, diese Art der Erkrankungen zu vermeiden.

Wirbelsäulendegeneration bei Hunden

Wie beim Menschen und anderen Säugetieren können auch Hunde unter einer Wirbelsäulendegeneration leiden. Tiermediziner unterscheiden hier zwischen Erkrankungen, die die Knochen selbst betreffen und Erkrankungen, welche das Rückenmark oder das Knochenmark schädigen.

Spondylose Deformans bei Hunden

Spondylosis deformans ist ein degenerativer, nicht entzündlicher Zustand der Wirbelsäule, der durch die Produktion von Knochensporen entlang der Böden, der Seiten und der oberen Bereiche der Wirbel gekennzeichnet ist. Diese Knochensporen sind einfache projizierte Knochenwucherungen, die in der Regel als Reaktion auf Alterung oder Verletzungen entstehen.

Bei Hunden tritt die Spondylosis deformans am häufigsten entlang der Wirbelsäule, im Bereich hinter der Brust und am oberen Teil der Wirbel des unteren Rückens auf. Ältere Hunde großer Rassen sind am stärksten gefährdet, an Spondylosis deformans zu erkranken.

Symptome und Typen

Hunde mit diesen Erkrankungen der Wirbelsäule sind zu Beginn häufig asymptomatisch. Das Knochenwachstum kann jedoch beim Berühren der Wirbelsäule spürbar werden, bevor Verhaltensänderungen als Folge der Erkrankung entstehen.

Schmerzen können nach Frakturen von Knochensporen oder -brücken auftreten. Unbehandelt führt die Erkrankung zu Steifheit, eingeschränkter Beweglichkeit und Schmerzen, auch in Ruhe.

Die Ursachen für diese Erkrankungen der Wirbelsäule bei Hunden sind vielfältig. Ein wiederholtes Mikrotrauma, wiederholter Druck auf dieselben Gelenke oder Knochen, kann zu den Knochenwucherungen führen.

Bei billigen Hundebetten kann dies der Druck durch das eigene Körpergewicht sein.

Eine weitere Ursache sind größere Traumata. Der Körper reagiert mit dem Versuch, neuen Knochen aufzubauen.

Degenerative Myelopathie bei Hunden

Degenerative Myelopathie ist der allgemeine medizinische Begriff, der sich auf die Erkrankung des Rückenmarks oder des Knochenmarks des Hundes bezieht. Die Erkrankung kann lange Zeit unerkannt bleiben. Während die Krankheit sich auf jede Rasse und jedes Alter des Hundes auswirken kann, sind ältere Tiere am häufigsten von der Krankheit betroffen. Die Prognose dieser Erkrankung ist nicht positiv, da es sich um eine Degeneration des Rückenmarks des Tieres handelt. Diese führt zwangsläufig zum Verlust zahlreicher Körperfunktionen.

Symptome und Typen

Diese Erkrankung betrifft das zentrale Nervensystem des Hundes und kann sich in späteren Stadien auf die zervikalen und lumbalen Anteile des Rückenmarks auswirken. Häufig sind Läsionen am Rückenmark vorhanden. Auch Neuronen im Hirnstamm können von der Erkrankung betroffen werden. Häufige Anzeichen dieser Krankheit sind eine erhöhte Muskelatrophie und die Unfähigkeit, die Körperhaltung aufrechtzuerhalten, Partial- oder Ganzkörperlähmung, Verlust der Fähigkeit, Stuhlgang und Urinieren zu kontrollieren, übertriebene Wirbelsäulenreflexe sowie der Verlust von Muskelmasse.

Ursachen

Die Ursache der degenerativen Myelopathie ist noch nicht abschließend erforscht. Obwohl es eine genetische Verbindung zu geben scheint, gibt es keine eindeutigen Beweise für das Vorhandensein einer genetischen Mutation und die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit einen Hund befällt. In einigen laufenden genetischen Studien haben große Rassen wie Deutsche Schäferhunde, Pembroke und Cardigan Welsh Corgi’s, Chesapeake Bay Retriever, Irish Setter, Boxer, Collies, Rhodesian Ridgebacks und Pudel eine erhöhte Prävalenz der Krankheit gezeigt.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei diesen Rassen mit zunehmendem Alter und natürlichem Rückgang der Muskelmasse der Ruheort des Hundes eine entscheidende Rolle spielt. Hunde, die als Ruhestätte einfache Wolldecken oder ein billiges, womöglich mehrere Jahre altes Hundebett zur Verfügung haben, zeigen eher die Symptome der Erkrankung.

Die Tierärzte vermuten, dass die Muskulatur älterer Tiere nicht ausreicht, den schweren Körper und Knochenapparat in Ruhe zu stützen. Hierdurch können unnatürliche Körperhaltungen eingenommen werden. Durch die Länge der Ruhephasen in der Nacht und zwischen den einzelnen Spaziergängen führt dies zu einer Degeneration des Rückenmarks.

Wie beim Menschen führt auch der Hund Nervenkanäle im Rückenmark durch den Körper. Werden diese beschädigt, so wird die Übertragung der elektrischen Impulse blockiert, der Hund zeigt die typischen Symptome der Erkrankung. Hunde mit einem Rückenschaden dürfen in der Regel nicht mehr springen, bzw. tun dies auch gar nicht mehr aufgrund der schmerzen. Hier kommen dann Steighilfen wie die Hundetreppe oder die Hunderampe fürs Auto zum Einsatz.

 

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